Ausstellungsführer
Otobong Nkanga. I dreamt of you in colours
Einleitung
Otobong Nkanga, eine Hauptfigur der zeitgenössischen Kunstszene, wurde 1974 in Kano (Nigeria) geboren und lebt heute in Antwerpen (Belgien). Ihr Werk ist geprägt von ihrer persönlichen Geschichte und ihren eingehenden Recherchen über das Verhältnis von Ökologie, Erinnerung und Kreislaufwirtschaft.
Nach Studien in Nigeria, Paris und Amsterdam beschäftigt sich die Künstlerin mit Fragen, die in Zusammenhang mit dem Bergbau und der Nutzung von Bodenschätzen stehen, und untersucht die komplexen sozialen, politischen und materiellen Beziehungen zu Raum und Territorium mittels eines multidisziplinären Vorgehens, das Zeichnungen, Gemälde, Installationen, Bildteppiche, Fotografien, Videos, Skulpturen, Keramiken, Performances, Klänge und Ge-dichte umfasst.
Ausgehend von ihrer persönlichen Ge-schichte und ihren Recherchen, die von vielfältigen transhistorischen Einflüssen zeugen, schafft sie Netzwerke und Konstellationen zwischen Menschen und Landschaften und thematisiert zugleich die heilende Kraft natürlicher und beziehungsmässiger Systeme.
Der Begriff der Schichtung ist zentral in Nkangas Arbeit, zum einen in der Materialität ihrer Werke, zum anderen in ihrer Auffassung der Beziehungen zwischen Körper und Boden, die auf gegenseitigem Austausch und Wandel beruhen. Die Künstlerin untersucht Begriffe wie den Kreislauf von Materialien und Gütern, von Menschen und ihren ineinander verflochtenen Geschichten, aber auch die Ausbeutung, die von den Spuren gewaltsamer Kolonialgeschichte geprägt ist. Sie stellt die Erinnerung in Frage und bietet zugleich eine mögliche Vision der Zukunft.
Die Ausstellung ist eine Bestandsaufnahme und zugleich ein Querschnitt durch ein vielgestaltiges Werk. Sie zeichnet die Genealogie wiederkehrender Themen nach, deren plastische Umsetzung sich ständig weiterentwickelt, und vereint monumentale Installationen und eine Fülle von Zeichnungen, die teilweise aus den ersten Schaffensjahren stammen und noch nie ausgestellt wurden. Zudem reaktiviert die Künstlerin bestimmte Werke durch Performances in einer Poetik der Verknüpfung, um Verbindungen zwischen Formen, Materialien und Ideen zu schaffen.
1. Etage
Raum 1
Die Ausstellung beginnt mit Arbeiten auf Papier, die Nkanga während ihres Studiums an der Obafemi Awolowo University in Ilé-If, Nigeria, anfertigte. Während dem ersten Jahr ihrer Ausbildung studierte sie hauptsächlich Malerei und insbesondere die Farbpalette, deren Skala ihr gesamtes Werk prägt und sich später im Schillern ihrer monumentalen Tapisserien entfaltet.
In Paris, wo sie ihr Studium an der École des Beaux-Arts fortsetzte, schuf Nkanga Fattening Room (1999), das sie für ihr erstes Werk hält. Darin vereint sie zum ersten Mal ihre Ideen über Architektur, Skulptur und Kostümdesign in einer Performance, deren Endergebnis eine Fotomontage ist. Das Werk verdichtet die Hauptthemen, mit denen sich die Künstlerin stets von Neuem auseinandersetzt: der Körper in seiner Verbindung zu Erde, Architektur und Textilien am Schnittpunkt zahlreicher Einflüsse.
Die Beziehung zu ihrem Zuhause und zu Kindheitserinnerungen lässt sich in der Zeichnungsserie Filtered Memories (1999) erkennen, in der die Künstlerin prägende Ereignisse ihrer Jugend neu interpretiert. Wie sie selbst sagt, indem sie die Bedeutung des Zeichnens für ihre Tätigkeit hervorhebt: «Ich erinnere mich, dass ich schon in meiner frühesten Kindheit gezeichnet habe, auch auf dem Boden und zum Spielen. […] Das Zeichnen ist ein Raum der Befreiung, welcher Gedanken, Imaginäres, Konflikte, Wut sowie alle möglichen Emotionen und Gefühle zusammenführt. Darüber hinaus ist es ein Mittel, um Skizzen und Pläne sichtbar zu machen, denn nur durch das Zeichnen kann ich mich nach und nach dem annähern, was ich vermitteln möchte.»
Die Installationen Awaiting Pleasures But It Cut (2002–2003) und Awaiting Pleasures –The Workstation (2003) spiegeln ihre Beziehung zur Architektur und ihre Vorliebe für Experimente wider. Die Nadel, die im Zentrum beider Installationen steht, hat eine doppelte Bedeutung zwischen Fürsorge und Bedrohung und stellt die Frage nach dem Körper und seiner Verletzlichkeit. Diese Holzkonstruktionen wurden wie die Keramiken von Pleasure Fragments (2002) hauptsächlich für Performances geschaffen.
In der Fotoserie Alterscape (2006) inszeniert sich die Künstlerin hinter einem Modell, in dem sich natürliche Landschaften und menschliche Konstruktionen vermischen. Sie scheint physisch mit der Umgebung zu verschmelzen und lädt uns ein, über die Auswikungen der menschlichen Aktivitäten auf die Erde nachzudenken, aber auch über unser Potenzial, uns mit den Landschaften und der Artenvielfalt unserer Umgebung zu vernetzen.
Raum 2
Die in diesem Raum präsentierte Installation In Pursuit of Bling (2014) präsentiert Nkangas Recherchen über eine ehemalige Kupfermine in Tsumeb, Namibia, und zeigt die Verwandlung natürlicher Rohstoffe in Fertigprodukte. Tsumeb ist Teil eines extraktivistischen Systems, in dem ein ressourcenreicher Ort in Beschlag genommen und enteignet wird, um in einem globalen Netzwerk aus Kapital und Infrastrukturen aufzugehen. Zwischen der Eröffnung des Betriebs im Jahr 1875 und der Schliessung der Mine 1996 wurden Millionen Tonnen Kupfer, Zink, Blei, Cadmium, Silber und Germanium nach Deutschland, Belgien und Nordamerika verschifft; zurück blieb ein erschöpftes, seiner Ressourcen beraubtes Land.
Ursprünglich nach langen Nachforschungen für die 8. Berlin Biennale geschaffen, vereint In Pursuit of Bling Mineralien (Glimmer, Malachit, Kupfer), auf Kalkstein gedruckte Fotografien, Make-up-Puder und Videos, die auf 28 Tischen präsentiert werden. Diese sind um zwei Tapisserien angeordnet, welche die Struktur eines Mineralatoms nachbilden. Das Ganze bildet eine Kartografie der Abbaugebiete glänzender Mineralien (bling), ihres Transports und ihrer Verarbeitung und hebt die Verbindungen zwischen Kolonialunter-nehmen, Macht und natürlichen Ressourcen hervor.
In dem in Tsumeb gedrehten Video Remains of the Green Hill (2015) wendet sich Nkanga mit einem Gesang an die verwundete Erde und vergegenwärtigt sich alle an diesem Ort ausgebeuteten Ressourcen sowie die Folgen in Form der Vernichtung von menschlichem und nicht-menschlichem Leben. Sie versteht ihre Performance als Akt der Versöhnung in der Art einer Opfergabe an die Erde.
Gegenüber der Installation erkundet die Tapisserie The Weight of Scars (2015) ebenfalls verwüstete Landschaften, die Frage des Wiederaufbaus und das Gewicht des kolonialen und extraktivistischen Erbes. Die mit Magneten an der Tapisserie befestigten Fotografien dokumentieren die Überreste verschiedener verlassener Bergwerke in Namibia: aufgerissener Boden, vernachlässigter Beton, Pipelines und eingezäunte Brachen. Ausgehend von der Wirkung, welche die Bilder auf unsere Wahrnehmung der Welt haben, erstellt die Künstlerin eine Bestandsaufnahme der industriellen Aktivitäten und ihrer geologischen wie menschlichen Folgen.
Raum 3
Die in diesem Raum ausgestellte Installation Solid Maneuvers (2015) zeigt auf abstraktere Weise die aufgerissene Erde, aus der die Bodenschätze gefördert werden. Sie knüpft an die in Raum 2 gezeigten Arbeiten über Tsumeb an und gibt die Boden-schichten eines Bergwerks anhand veränderter und entstellter Mineralien wieder. Die Künstlerin erläutert: «Anstatt ein neues Denkmal zu errichten, um der Abwesenheit oder der Leere zu gedenken, habe ich mich gefragt: Könnte der entleerte Raum selbst das Denkmal sein?» Solid Maneuvers ist somit die poetische Übertragung der umgekehrten und ausgehöhlten Topografie von «Green Hill» (grüner Hügel), ein Name, der auf die Zeit anspielt, als die mineralreichen Hänge der Erhebung in Kupfergrün erstrahlten. Die Installation enthält Salz, Make-up, schweren Mineralsand und Kupfer und erinnert auf eindringliche Weise an die ökologischen Auswirkungen der kapitalistischen Akkumulation. Die Grösse der Skulpturen beruht auf den Massen des menschlichen Körpers und verweist damit auf den Körper als notwendiges Werkzeug des Rohstoffabbaus.
Während der Performances, in denen die Künstlerin ihren ganzen Körper einsetzt, steht sie inmitten der Skulpturen und führt eine Reihe mechanischer, sich wiederholender Gesten aus dem Bereich der Industriearbeit und des Bergbaus aus. Indem sie mit Rohstoffen hantiert, automatisierte Gesten ausführt, zählt und Fragmente von Geschichten rezitiert, stellt sie physisch dar, wie Menschen durch ihre Bewegungen die Natur formen und Landschaften prägen.
In diesem Raum sind zudem Zeichnungsserien zu sehen, darunter die Reihe Pointe Noire. Diese Blätter, die 2009 während einer Künstlerresidenz im Centre culturel français du Congo in Pointe-Noire (Republik Kongo) entstanden, erinnern an die Umweltzerstörung durch Bergbau und Ölförderung. Die Künstlerin stellt verwüstete Landschaften und gebrochene Gliedmassen neben industriellen Elementen dar, die mit der lokalen Geografie in Verbindung stehen, und schafft so eine Kartografie der Geschichte von Pointe-Noire.
2. Etage
Unearthed
Der 2. Obergeschoss öffnet sich auf vier aneinandergereihte monumentale Tapisserien. Als zentrales Medium in ihrem Schaffen steht die Bildwirkerei für Nkanga in einer doppelten Tradition: der westafrikanischen, in der Wandteppiche dazu dienen, eine Botschaft oder eine Geschichte zu vermitteln, und der flämischen Landschaftstapisserie, mit der wohlhabende Familien ihre Geschichte erzählen und ihre Weltanschauung ausdrücken konnten.
Nkanga schafft zeitgenössische Landschaften, die diese Blickpunkte erweitern und verschieben, um Verstecktes aufzudecken. So entfaltet sie mit den vier Tapisserien Unearthed (2021), die sie ursprünglich für die vier Geschosse des Kunsthauses Bregenz entwarf, ein Narrativ, das von den Meerestiefen (Abyss) über flachere Gewässer (Midnight) und die Küste (Twilight) zu einer Landschaft im Sonnenlicht (Sunlight) führt. Die Künstlerin verbindet hier die Bergbaugeschichten mit der Frage des Klimawandels und die sichtbare mit der unsichtbaren Welt. Um zudem an den Dreieckshandel mit seinen zahllosen Toten zu erinnern, stellt sie an der Küste angespülte Körperteile dar, die, in Mineralien verwandelt, die Substanzen enthalten, die unsere Technologien antreiben.
Von einer Tapisserie zur nächsten kann der Blick eine orangefarbene vertikale Linie verfolgen, die von Abyss ausgeht, in Midnight und dann Twilight emporsteigt und dabei jedes Mal eine andere Konstellation von Mineralien durchquert. Zu sehen sind immer mehr Quallen, ein Anzeichen des Klimawandels. Auch der Farbton wird lang-sam wärmer, und in Sunlight verliert sich die Linie in der Landschaft. In letztere sind Taschen mit widerstandsfähigen Pflanzen integriert: Efeu, Farne und Heidekraut. Wie die Künstlerin erklärt: «Es ist eine Weise zu sagen, dass inmitten dieser Tragödie Elemente überleben, die im Laufe der Zeit bereits andere Katastrophen überstanden haben.»
Reparaturbereiche
In der Mitte des 2. Obergeschosses breitet sich ein Netzwerk mit auf den Boden aus-gelegten Teppichen aus, deren Horizontali-tät einen Kontrast zur Vertikalität der Tapisserien bildet. Ihre Formen sind von vergrösserten Gesteins- und Mineralien-Strukturen inspiriert: Quarz für den Teppich Leaving trails in the distance (2021), Malachit und Azurit für Lined with shivers sprouting from the rock (2021) und Pyrargyrit für We Come from Fire and Return to Fire (2024). Die handgefärbte Wolle wird getuftet, um den Oberflächen Volumen und Textur zu verleihen und so ihre Dreidimensionalität zu betonen.
Die Teppiche werden von Skulpturelementen begleitet: Buchenholz mit ausgehöhlten Formen, Glasbehälter, die an Schoten erinnern, Kugeln und Sechsecke aus Keramik, die durch handgewebte Schnüre miteinander verbunden sind. Zusammen bilden sie ein weitläufiges Netzwerk, das die Verflechtung von Landschaften und Kontinenten spiegelt. Nkanga stellt sich die «Steinteppiche» als Orte der Sanftheit vor, als Räume der Heilung und der Ruhe, in denen die Sinne geschärft werden. So umfasst die Installation auch olfaktorische Elemente aus organischen Materialien wie Heilpflanzen und ätherische Öle. Aus zwei Keramikkugeln ertönen die sich überlagernden Stimmen der Künstlerin; Gesang und Flüstern verschmelzen im umgebenden Raum.
Vor ein paar Jahren begann Nkanga wieder mit der Keramik zu arbeiten, die von Anfang an in ihrem Schaffen präsent war. Hier formte sie raumprägende Skulpturen und Tonplatten mit gravierten Gedichten. Ähnlich wie verkohlte Bäume ragen die rissigen schwarzen Steingut-Säulen der Serie Beacon (2024) in den Himmel und erinnern an die Fragilität der Ökosysteme. Um die Säulen angeordnete Behälter mit getrockneten Samen machen auf die Empfindlichkeit des Pflanzenlebens und unserer Nahrungsmittelsysteme aufmerksam.
Carved to Flow
Die Frage der Beförderung – von Ressourcen und Menschen durch verschiedene Gebiete und durch die Zeit – findet sich in unterschiedlichen Formen in den Werken der Künstlerin wieder, wie die Tapisserien der Serie Unearthed, aber auch, in abstrakterer Form, das Gemeinschaftsprojekt Carved to Flow zeigen, von dem hier einige Teile gezeigt werden.
Das Projekt, das 2017 von Nkanga im Rah-men der documenta 14 in Kassel und Athen initiiert wurde, bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Gesellschaft. In Athen stützte sich Nkanga auf das Know-how der griechischen Seifenherstellerin Evi Lachana, um Seifen zu konzipieren, darunter die kalt verseifte 08 Blackstone. Sie besteht aus Wasser, Kohle, Soda sowie sieben Butter- und Ölsorten aus dem Mittelmeerraum, dem Nahen Osten, Nordafrika und Westafrika.
Mit den Einnahmen aus dem Seifenverkauf rief die Künstlerin zwei Initiativen ins Leben. Die eine ist ein mit Maya Tounta mitbegründeter Kunstraum in Athen, Akwa Ibom, die andere eine Stiftung in Gestalt eines Biobauernhofs in Nigeria, dessen Produkte preisgünstig verkauft werden und in dem sich die Bewohner: innen mit Wasser versorgen können. Wie die Künstlerin erklärt: «Es geht darum, über eine Wirtschaft nachzudenken, die nicht auf Hab-gier, sondern auf Unterstützung und Erhaltung gründet und die Regeneration fördert.» 2025 brachte Nkanga zwei neue Seifensorten auf den Markt: 08 Salt Rock und 08 Red Bond. Sie arbeitete eng mit der Seifenherstellerin Emlyn Roesler aus Austin zusammen, die die Rohstoffe in Nordtexas bezog.
Auf dem 2. Obergeschoss beginnt und endet die Ausstellung mit Soft Offerings (2022), einem Werk, das von einem Trägerpaar aktiviert werden soll. Opfergaben, Blumen oder Gesänge werden verteilt, um allen nicht-menschlichen Lebensformen – Steinen, Wind, Ameisen, Vögeln, Wasser, Pflanzen – Ehre zu erweisen und uns aufzufordern, über die Vernetzung von Mensch und Natur nachzudenken.
Die Aussagen der Künstlerin stammen aus:
- «Otobong Nkanga en conversation avec Odile Burluraux et Nicole Schweizer», in Otobong I dreamt of you in colours, Paris, éditions Paris Musées, 2025, S. 9–27.
- «Intricate Connections. Otobong Nkanga, Clare Molloy & Fabian Schöneich», in Otobong Nkanga. Luster and Lucre, Berlin, Sternberg Press, 2017, S. 165–187.
Biographie
Otobong Nkanga wurde 1974 in Kano, Nigeria, geboren und lebt heute in Antwerpen, Belgien, und Uyo, Nigeria. Sie studierte an der Obafemi Awolowo University in Ilé-If in Nigeria, an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris und der Rijksakademie in Amsterdam.
Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzel-ausstellungen gezeigt, darunter: Dallas, Nasher Sculpture Center (2025); New York, The Museum of Modern Art (2024); Valencia, Instituto Valenciano de Arte Moder-no–Centro Julio Gonzalez (2023); Nashville (TN), Frist Art Museum (2023); Brügge, Museum SintJanshospitaal (2022); Bregenz, Kunsthaus Bregenz (2021–2022); Rivoli (Turin), Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea (2021–2022); Nizza, Villa Arson (2021); Hovikødden (Norwegen), Henie Onstad Kunstsenter (2020–2021); Berlin, Martin-Gropius-Bau (2020); Middlesbrough, Middlesbrough Institute of Modern Art (2020–2021); Cape Town, Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (2019); Saint-Ives, Tate St. Ives (2019); Chicago, Museum of Contemporary Art (2018); London, Tate Modern (2017); Essen, Museum Folkwang (2015); Schiedam, Stedelijk Museum Schiedam (2015); Frankfurt am Main, Portikus (2015); Antwerpen, Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen (2015); Paris, Kadist (2015).
Zu den Gruppenausstellungen, an denen sie teilnahm, gehören die Biennalen in Venedig (2026 und 2019), São Paulo (2025), Lyon (2024) und Sharjah (2019) sowie die documenta 14 (Athen und Kassel, 2017).
Otobong Nkanga erhielt eine besondere Würdigung der Jury anlässlich der 58. Biennale von Venedig (2019). Sie wurde mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Finkenwerder Kunstpreis (2026), Zeitz MOCAA Honorary Award for Artistic Excellence (2025), Nasher Prize for Sculpture (2025), Golden Afro Artistic Award (2024), Ehrendoktorin der Universität Antwerpen (2024), Peter-Weiss-Preis, Bochum (2019), Preis der Biennale von Sharjah (2019), Lise Wilhelmsen Art Award (2019), flämischer Kulturpreis für bildende Kunst–Ultima (2018), belgischer Kunstpreis (2017) und Yanghyun Prize, Seoul (2015).

