Die Sammlung

Dauerausstellung

Hier sehen, was nirgendwo anders zu sehen ist! In diesem Sinn wurde der Rundgang konzipiert, der die Besucher*innen durch die der Sammlung des MCBA gewidmeten Ausstellungsräume führt.

Seit 1816 ist diese Sammlung durch Ankäufe, Schenkungen, Vermächtnisse und Leihgaben kontinuierlich gewachsen. Sie ermöglicht Vergleiche mit internationalen Bewegungen, vermittelt aber auch eine Vorstellung vom Schaffen der Künstler*innen aus der Waadt und, weiter gefasst, der französischsprachigen Schweiz, ob ihre Karriere nun im In‑ oder Ausland stattgefunden hat. Einige Schwerpunkte sind zu erkennen: Klassizismus, Akademismus, Realismus, Symbolismus und Postimpressionismus; abstrakte Malerei in Europa und den Vereinigten Staaten; Schweizer und internationale Videokunst; neue Figürlichkeit; geometrische Abstraktion; und schliesslich künstlerische Praktiken, die von politischem und sozialem Engagement zeugen, aus allen Perioden. Zudem umfasst die Sammlung bedeutende Künstlerbestände, darunter jene von Charles Gleyre, Félix Vallotton, Louis Soutter, Pierre Soulages und Giuseppe Penone.

Die Besichtigung erfolgt auf zwei Stockwerken. Die präsentierte Auswahl entwickelt sich regelmässig weiter. Leihgaben aus Privatsammlungen führen einen Dialog mit jenen der kantonalen Sammlung, ein Präludium zu der ständigen Erneuerung des Blicks, der in Lausanne auf die bewundernswerte Lebenskraft der Kunst geworfen wird.

Den Besucherführer konsultieren

Credits und Bildunterschrift:
François Bocion, «Bocion et sa famille à la pêche (Bocion and His Family Out Fishing)», 1877. Oil on wood, 32 x 48.5 cm. Acquisition, 1939 © MCBA

BesucherApp

Verschiedene Rundgänge stehen zur Verfügung

  • Werkkommentare (Papier und Audio)
  • Unveröffentlichte Interviews mit Kunstschaffenden und Fachleuten
  • Zusätzliche Bilder zum besseren Verständnis einer Werkauswahl
  • Rundgang zu 12 Werken in französischer Gebärdensprache (LSF).

Kostenlos erhältlich in Französisch, Deutsch, Englisch

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Publikation

Sammlungsführer in F und E

Mit Texten von Bernard Fibicher, Catherine Lepdor, Camille Lévêque‑Claudet, Laurence Schmidlin, Nicole Schweizer und Camille de Alencastro

Ko-Edition: Musée cantonal des Beaux‑Arts Lausanne et Scheidegger & Spiess Zürich 2020

(2 Ausgaben F + E), 248 S., 226 Farbabb.

CHF 25.–

Schau wie der Gletscher schwindet

Einer dezentralen Veranstaltung, die in der ganzen Schweiz stattfindet: Sommer 2024

Die von Lorette Coen, Bernard Fibicher und Carmen Perrin kuratierte dezentrale Ausstellung Schau wie der Gletscher schwindet macht sich den Standpunkt von Kunstschaffenden zur Gletscherschmelze zu eigen. Sie vereint zahlreiche Partnerinnen und Partner und lädt sie dazu ein, die aktuellen Prozesse zu hinterfragen und sich dabei auf den Blick kreativer Personen zu stützen, die in der Vergangenheit auf unterschiedliche Weise die komplexe Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt zum Ausdruck brachten. Das unausweichliche Ende der Gletscher könnte einen Neuanfang bedeuten: Wir müssen wieder lernen, der Welt zuzuhören, sie zu spüren, und versuchen, als Menschen einen sensibleren, bescheideneren, gerechteren und friedlicheren Platz in ihr zu finden.

Das MCBA beteiligt sich an diesem Projekt, indem es in seine
Dauerausstellung Die Sammlung ein Werk der Künstlerin Katie Paterson (*1981), Langjökull, Snæfellsjökull, Solheimajökull (2007), aufnimmt, das mit Le Glacier du Rosenlaui (1841), einem romantischen Gemälde des Genfers François Diday (1802–1877), in Dialog tritt. Für diese Installation, die drei Videos und einen Soundtrack umfasst, verwendete die schottische Künstlerin Tonaufnahmen des Schmelzwassers dreier isländischer Gletscher. Diese Aufnahmen wurden auf drei Platten gepresst, gegossen und eingefroren. Die Eisplatten wurden dann gleichzeitig auf drei Plattentellern abgespielt, bis sie vollständig geschmolzen waren.

Katie Paterson, Langjökull, Snæfellsjökull, Solheimajökull, 2007. Film still. © Katie Paterson, 2007